Pflichtteilsrechner | Deutschland
Pflichtteilsrechner

Sie wurden enterbt oder im Testament mit weniger bedacht, als Ihnen zusteht? Der Rechner zeigt, ob Sie einen Pflichtteil verlangen können und welchem Anteil am Nachlasswert er entspricht.

  • Kostenlos
  • Etwa 2 Minuten
  • Ohne Unterlagen

Wenn die Erben nicht zahlen oder Sie nicht warten wollen

Bleiben Antworten der Erben aus oder wird der Nachlass kleingerechnet, kann die Einforderung Ihres Pflichtteils erst einmal eigenes Geld kosten. Genau hier setzen wir an.

Auszahlung durchsetzen: Was auch immer nötig ist, damit Sie Ihr Geld bekommen, bezahlen wir. Unsere Beteiligung fällt nur im Erfolgsfall an.

Anspruch verkaufen: Fester Preis, und wenige Tage nach der Beurkundung ist alles erledigt.

So funktioniert der Pflichtteilsrechner

Ihre Angaben

Sie geben an, wer verstorben ist und wie Sie mit dieser Person verwandt waren. Danach folgen Fragen zur Familie: ob die verstorbene Person verheiratet war, ob es Kinder gibt und wer sonst noch erben könnte. Beträge und Unterlagen brauchen Sie dafür nicht.

Die Berechnung

Aus Ihren Angaben ergibt sich, wie hoch Ihr gesetzlicher Erbteil wäre. Der Pflichtteil ist genau die Hälfte davon. Wissen Sie etwas nicht sicher, etwa was der Ehepartner laut Testament bekommt, nennt Ihnen der Rechner eine Spanne statt einer festen Quote.

Das Ergebnis

Am Ende geben Sie Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse an, dann sehen Sie Ihre Quote. Die Auswertung zeigt, wie sie zustande kommt. Tragen Sie den Nachlasswert ein, rechnet sie Ihnen aus, wie viel das in Euro wäre. Den Link schicken wir Ihnen zusätzlich zu.

Häufige Fragen zur Pflichtteilsberechnung

Berechnung des Pflichtteils einfach erklärt

Was zählt zum Nachlasswert?

Grundlage der Berechnung ist der sogenannte Reinnachlass. Das ist das gesamte in Geld bewertete Vermögen am Todestag abzüglich aller Schulden. Es ist wichtig zu verstehen, dass der Pflichtteil rechtlich immer ein reiner Geldanspruch ist. Man hat also keinen Anspruch darauf, bestimmte Gegenstände wie eine Immobilie oder ein Fahrzeug zu erhalten. Damit diese Dinge bei der Auszahlung aber nicht unberücksichtigt bleiben, wird ihr aktueller Marktwert geschätzt und mit dem restlichen Geldvermögen wie Bankguthaben addiert.

Von diesem Gesamtwert werden im nächsten Schritt alle Verbindlichkeiten abgezogen, zu denen beispielsweise Kredite, offene Rechnungen und die Beerdigungskosten gehören. Damit pflichtteilsberechtigte Personen ihren genauen Zahlungsanspruch ausrechnen können, gibt das Gesetz ihnen das Recht, von den erbenden Personen ein vollständiges und bereits bewertetes Nachlassverzeichnis zu verlangen.

Welche Rolle spielt der Güterstand?

Der eheliche Güterstand beeinflusst den gesetzlichen Erbteil des Ehepartners und damit auch die Pflichtteilsquoten aller Beteiligten. Bei der Zugewinngemeinschaft, dem Standardfall in Deutschland, erhält der Ehepartner zusätzlich ein Viertel als pauschalen Zugewinnausgleich. Das erhöht seinen Anteil und verringert den der Kinder. Bei Gütertrennung entfällt dieser Zuschlag. Dadurch kann sich der Pflichtteil der Kinder je nach Konstellation erhöhen.

Wie werden Immobilien bewertet?

Immobilien fließen mit ihrem Verkehrswert zum Todestag in die Berechnung ein. Das ist der Preis, der bei einem Verkauf auf dem freien Markt realistisch erzielbar wäre. Spätere Wertsteigerungen oder Renovierungen spielen keine Rolle. Können sich Erben und Pflichtteilsberechtigte nicht auf einen Wert einigen, kann ein Sachverständigengutachten verlangt werden. Die Kosten dafür gehen zulasten des Nachlasses und werden damit anteilig von allen getragen.

Wie wirken sich Schenkungen aus?

Schenkungen in den letzten zehn Jahren vor dem Tod können den Pflichtteil erhöhen. Man spricht dann von einer Pflichtteilsergänzung nach § 2325 BGB. Dabei gilt ein Abschmelzungsmodell. Im ersten Jahr nach der Schenkung wird der volle Wert angerechnet, danach jedes Jahr zehn Prozent weniger. Nach zehn Jahren fällt die Schenkung komplett raus. Schenkungen an den Ehepartner werden allerdings so lange voll berücksichtigt, wie die Ehe besteht. Auch bei einem vorbehaltenen Nießbrauch beginnt die Frist oft nicht zu laufen.

Was gilt beim Berliner Testament?

Beim Berliner Testament setzen sich Ehepartner gegenseitig als Alleinerben ein. Die Kinder sind damit beim Tod des ersten Elternteils zunächst enterbt und können ihren Pflichtteil fordern. Berechnet wird er ganz normal aus Nachlasswert und Pflichtteilsquote. Viele Berliner Testamente enthalten allerdings eine Strafklausel. Wer beim ersten Erbfall den Pflichtteil verlangt, bekommt auch nach dem Tod des zweiten Elternteils nur den Pflichtteil statt des vollen Erbes.

Welcher Stichtag gilt?

Für die Bewertung des Nachlasses ist gemäß § 2311 BGB der Todestag maßgeblich. Alle Vermögenswerte und Schulden werden zu diesem Zeitpunkt bewertet. Nachträgliche Wertänderungen spielen keine Rolle, egal ob nach oben oder nach unten. Wenn eine Immobilie nach dem Erbfall im Wert steigt oder fällt, ändert das nichts am Pflichtteil. Wird ein Nachlassgegenstand kurz nach dem Tod verkauft, kann der erzielte Verkaufspreis als Orientierung für den Stichtagswert dienen.

Wann verjährt der Anspruch?

Der Pflichtteil verjährt nach drei Jahren gemäß §§ 195, 199 BGB. Die Frist beginnt aber nicht sofort mit dem Todesfall, sondern erst am Ende des Jahres, in dem man vom Erbfall und der eigenen Enterbung erfahren hat. Wer also im März 2025 davon erfährt, hat bis zum 31. Dezember 2028 Zeit. Nach Ablauf der Frist lässt sich der Anspruch nicht mehr durchsetzen. In Einzelfällen, etwa bei arglistigem Verschweigen, kann die Frist auch länger sein.

Unser Modell für Ihren Pflichtteil


Vom Anspruch zur
tatsächlichen Auszahlung

Viele Pflichtteilsansprüche scheitern nicht am Recht, sondern an der Praxis. Auskünfte bleiben aus, die Gegenseite blockiert, und die Kosten rechtlicher Schritte steigen mit der Höhe des Anspruchs. So bleiben gerade wertvolle Ansprüche oft liegen oder enden in einem Vergleich weit unter Wert.

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